Biologie

Lebensräume für Meeressäuger im Ozean

Im Ozean gibt es zahlreiche Lebensräume für Meeressäuger – von Korallenriffen über Flussmündungen bis hin zu hydrothermalen Schloten in der Tiefsee.

Die Meere, die 70 Prozent der Erdoberfläche ausmachen, können so flach wie wenige Millimeter oder so tief wie 11,5 Kilometer (7,2 Meilen) unter dem Meeresspiegel sein.

Es gibt etwa 2000 verschiedene Arten von Einzellern, Pflanzen und Tieren im Wasser, von denen die meisten auf dem Meeresboden zu finden sind. Nur 2 % der Bevölkerung lebt auf dem offenen Meer.

Zonen für Lebensräume von Meeressäugern im Ozean

Das Leben im Ozean ist in Zonen unterteilt, in denen jeweils bestimmte Arten leben:

  • Photische Zone: Die photische Zone ist der Ort, an dem die photosynthetische Aktivität stattfindet. Dies sind die produktivsten Zonen. Die photische Zone umfasst die ersten paar hundert Meter unter der Wasseroberfläche, wo das Sonnenlicht das Wasser tagsüber durchflutet. Die photische Zone ist die Heimat von Pflanzen und Zooplankton.
  • Gezeitenzone (Litoral): In der Gezeitenzone treffen das Meer und der Sand aufeinander. Die Gezeitenzone ist eine sehr raue Umgebung, die jedoch eine große Vielfalt aufweist. Die hier lebenden Meeresbewohner sind extremen Temperaturschwankungen, Brandung, Sonnenlicht, Wind, Regen und Erosion ausgesetzt. Die Lebewesen, die in dieser Zone leben, wie z. B. Napfschnecken, Schnecken und Seepocken, verfügen jedoch über ein großes Nährstoffangebot.
  • Subtidale (sublitorale) Zone: Die Subtidalzone liegt unterhalb der Intertidalzone, die immer überflutet ist.
  • Ästuar: Ästuare sind Orte, an denen Süßwasser ins Meer fließt.
  • Neritische Zone: Die neritische Zone ist die Flachwasserzone, die die Kontinente umgibt und sich bis zum Kontinentalschelf erstreckt.
  • Pelagische Zone: Die pelagische Zone ist der offene Ozean. Innerhalb der pelagischen Zone gibt es Schichten, die als epipelagisch (unter der Oberfläche) und mesopelagisch (empfängt schwaches Licht) bekannt sind, sowie drei Schichten der Tiefsee, das Bathypelag, das Abyssopelag und das Hadopelag.

Meeressäugetiere im Ozean

Es ist bekannt, dass es im Ozean zahlreiche Meeressäugetiere gibt – von Küstensäugetieren bis hin zu solchen, die in tieferen Gewässern leben.

Dazu gehören:

  • Wale und Delfine (Delphine, Wale und Schweinswale)
  • Flossentiere (Robben und Walrosse)
  • Sirenentiere (Dugongs und Seekühe)
  • Otter (Seeottern und Meeresotter)

Einige Meeressäuger, wie Eisbären und Robben, leben abwechselnd an Land und im Meer, während andere, wie Wale, ihr ganzes Leben im Meer verbringen.

Meeressäugetiere in den Ozeanen haben Mechanismen entwickelt, um mit Salzwasser zurechtzukommen. Da im Meerwasser mehr Stoffe gelöst sind als in den Körperflüssigkeiten, verlässt das Wasser den Körper durch Osmose, wenn er in Meerwasser getaucht wird. Meeressäuger haben eine dicke Haut, um die Feuchtigkeit im Körper zu halten, und eine schleimige Oberfläche, um die Wasserdichtigkeit zu erhöhen.

Was sind Meeressäugetiere?

Meeressäugetiere sind warmblütige Wirbeltiere (Tiere mit einem Rückgrat), die wie Landsäugetiere lebende Junge gebären und sie mit Milch ernähren, aber den größten Teil ihres Lebens oder ihr gesamtes Leben im Meer verbringen.

Sie werden in drei Kategorien eingeteilt, die vergleichbare Anpassungen an das Leben im Wasser aufweisen, aber völlig unterschiedliche Ursprünge und Lebensgewohnheiten haben.

Sirenen, Seekühe und Dugongs sind träge Pflanzenfresser, die in warmen, flachen Küstengebieten leben.

Flossentiere, zu denen Robben, Seelöwen und Walrosse gehören, gebären ihre Jungen an Land, verbringen aber die meiste Zeit im Wasser.

Zu den Cetacea (Delfine, Schweinswale und Wale), die ihr ganzes Leben im Wasser verbringen, gehören sowohl gezahnte Arten, die sich räuberisch ernähren, als auch filtrierende Bartenwale, die große Mengen mikroskopisch kleinen Planktons aufnehmen.

Die Größe der Meeressäuger im Ozean reicht von kleinen Robben und Schweinswalen bis hin zum Blauwal, dem größten Tier, das je existiert hat. Viele Wale und Tümmler tauchen zur Nahrungsaufnahme in unglaubliche Tiefen, was erst vor kurzem mit Hilfe digitaler Sender festgestellt wurde, die die Bewegungen, die Richtung und die Tiefe der Tiere über einen längeren Zeitraum aufzeichnen.

Meeressäuger haben lebenswichtige ökologische Funktionen als Räuber (viele jagen nach Fischen) und Beute (für Haie und andere, größere Meeressäuger). Der Mensch hat die Meeressäuger traditionell zur Nahrungs- und Pelzgewinnung genutzt. Obwohl der Jagddruck zurückgegangen ist, leiden die Meeressäuger weiterhin unter niedrigen Populationen und ungewollten menschlichen Aktivitäten wie bestimmten Fischereipraktiken, Boots- und Schiffsverkehr und erhöhtem Meereslärm.

WHOI-Wissenschaftler erforschen seit Jahrzehnten Meeressäuger im Ozean, angefangen bei den ersten Unterwasseraufnahmen von Meeressäugergeräuschen in den 1940er Jahren bis hin zur Erfindung digitaler Peilsender und CT-Scanverfahren.

Das WHOI-Zentrum für Meeressäugetiere fördert Studien über Wale, Delfine und Robben, z. B. über deren Verhalten, Gesundheit, Anatomie und Wahrnehmung, über Strategien zur Befreiung verfangener Wale und die Gründe für Strandungen sowie über den Zusammenhang zwischen Meeressäugerpopulationen und Meeresbedingungen und Planktonvorkommen.

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