Biologie

Tropischer Regenwald: Flora und Fauna für Kinder

Der tropische Regenwald ist eines der interessantesten Ökosysteme der Erde, insbesondere für Kinder, da er den dichtesten und am stärksten besiedelten Dschungel der Erde darstellt, was ihre Phantasie und Neugierde auf die Umwelt um sie herum fördert.

Tatsächlich ist die Flora und Fauna dieses Ökosystems so reichhaltig und vielfältig, dass es, obwohl es nur einen kleinen Teil der Erdoberfläche ausmacht, in der kollektiven Vorstellungskraft, auch der von Kindern, zu den am weitesten verbreiteten Beispielen von Pflanzen und Tieren gehört.

Was ist der tropische Regenwald?

Der tropische Regenwald ist eines der an Flora und Fauna reichsten Ökosysteme, die auf unserem Planeten zu finden sind. Obwohl sie nur 6 % der Erdoberfläche ausmachen, stellen sie schätzungsweise mehr als die Hälfte der Tier- und Pflanzenarten des Planeten. Das liegt daran, dass es sich um Orte mit einem sehr hohen biologischen Reichtum handelt.

Diese Art von Ökosystem zeichnet sich durch eine üppige Vegetation aus, die ein sehr hohes Niveau erreicht, sowie durch konstante und gleichmäßige Niederschläge während des ganzen Jahres. Ihr Verbreitungsgebiet ist hauptsächlich um den Äquator herum angesiedelt.

Mehr als die Hälfte (etwa 57 % der tropischen Regenwälder) befinden sich in Lateinamerika, insbesondere in Brasilien. Geografische Gebiete mit dieser Art von Regenwald gibt es auch in Südostasien, auf zahlreichen Inseln im Pazifik und im Indischen Ozean sowie in einigen westlichen Regionen Afrikas.

Tropischer Regenwald: Flora

Wenn man über die Flora des tropischen Regenwaldes spricht, muss man erklären, dass er in der Regel in mehrere Schichten unterteilt ist, und je nachdem, in welcher Schicht man sich befindet, kann man von der einen oder anderen Art von Flora sprechen. Das liegt an den großen Höhenunterschieden, die der Regenwald in Bezug auf die Vegetation aufweist.

Das bedeutet, dass sich die Arten, die in einer bestimmten Höhe vorkommen, von denen unterscheiden, die in einer anderen Höhe vorkommen, was in vielen Ökosystemen üblich ist, aber im Fall des Regenwaldes ist es besonders repräsentativ.

Zunächst einmal müssen wir über das so genannte „Kronendach“ sprechen. Diese Ebene der Regenwaldflora besteht aus den Blättern und Ästen der höchsten Bäume. Auf dieser Ebene verstrickt sich die Vegetation in sich selbst und bildet schließlich ein echtes „Blätterdach“, das eines der charakteristischsten Merkmale der tropischen Regenwälder ist.

Neben den Bäumen, die in diesen Ökosystemen üblich sind, findet man in dieser Höhe auch eine Vielzahl von Pflanzen:

  • Kletterpflanzen und Schlingpflanzen.
  • Flechten.
  • Orchideen.
  • Bromelien

Auf einer zweiten Ebene befindet sich das so genannte „Unterholz“, das sich zwischen dem Boden und dem bereits erwähnten Kronendach befindet. Dabei ist zu berücksichtigen, dass gerade wegen des Kronendachs nur etwa 5 % des Sonnenlichts, das die tropischen Regenwälder durchdringt, das Unterholz erreicht. Das bedeutet, dass Pflanzen, die in dieser Höhe wachsen, an indirektes Licht gewöhnt sind, da sie immer durch das Blätterdach geschützt sind.

In diesem Fall kann man von:

  • Einige Kletterpflanzen.
  • Farne.
  • niedrige Palmen.
  • Feigenbäume.
  • Moose und Pilze verschiedener Arten.

Schließlich hat die Flora des tropischen Regenwaldes noch eine dritte Ebene, nämlich die des Bodens, wo nur 2 % des Sonnenlichts hinkommt, so dass die Flora dieser Ebene besonders lichtempfindlich ist. Die häufigste Vegetation auf dieser letzten Ebene sind daher Pilze, die kühle, feuchte und dunkle Orte suchen.

Tropischer Regenwald: Tierwelt

Die Fauna des tropischen Regenwaldes ist sehr umfangreich und es würde mehrere Bücher erfordern, um sie vollständig zu dokumentieren. Unabhängig von der geografischen Lage des Regenwaldes finden wir eine Vielzahl von Insekten- und Spinnentierarten sowie Amphibien, Reptilien und Säugetiere verschiedenster Art.

Eine der Besonderheiten des tropischen Regenwaldes, der von vielen Tieren zum Schutz vor Raubtieren genutzt wird, besteht darin, dass es aufgrund der großen Höhe Arten gibt, die nie den Boden berühren, wo sie am verwundbarsten sind und wo die Präsenz dieser Raubtiere am größten ist.

Einige der bekanntesten Beispiele für die Fauna des Amazonas-Regenwaldes sind Amphibien und Reptilien, wie der Pfeilgiftfrosch oder die Anakonda-Schlange. Auch Säugetiere wie das Faultier, das die meiste Zeit seines Lebens in den Baumkronen verbringt und sich von Blättern ernährt, oder fleischfressende Säugetiere wie der Jaguar, der in der Nahrungskette der amerikanischen Regenwälder an erster Stelle steht, sind in diesen Regionen zu finden.

In den afrikanischen Regenwäldern finden wir dagegen Gorillas und Schimpansen sowie Lemuren in verschiedenen Regenwaldgebieten auf der Insel Madagaskar.

Im südostasiatischen Raum und in weiten Teilen Indonesiens und Nordaustraliens finden wir schließlich auch große Arten wie Tiger und Orang-Utans (Südostasien) oder verschiedene Nagetierarten und Kängurus (Nordaustralien und die pazifischen Inseln).

https://www.nationalgeographic.org/encyclopedia/rain-forest/
https://wwf.panda.org/discover/our_focus/forests_practice/importance_forests/tropical_rainforest/

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